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Ein Forschungsaufenthalt in den USA

Das FL2 Gebaeude des National Center of Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, USA

Ich beschäftige mich zur Zeit damit, wie Parameter die den Zustand der Atmosphäre beschreiben (Temperatur, Druck, spezifische Feuchtigkeit) in zum Beispiel Gletscherregionen feiner aufgelöst werden können als dies durch globale Klimamodelle möglich ist. Anfang des Jahres wurde von Ethan Gutmann, angestellt am NCAR in Boulder, dabei ein neuartiges Modell (ICAR) publiziert, das darauf abzielt, einige Nachteile von bisherigen Ansätzen auszumerzen. Für meine Arbeit ist das natürlich sehr interessant und so war der Plan gefasst, das Modell direkt vor Ort kennenzulernen. Es spart einfach immens viel Zeit wenn der Entwickler nur 5m entfernt sitzt und Probleme und Fragen sofort und direkt besprochen werden können. In diesem Artikel wird es um meine Erfahrungen mit dem National Center for Atmospheric Research (NCAR) und der Stadt in der es sich befindet (Boulder, Colorado) gehen die ich in den drei Wochen meines Forschungsaufenthaltes sammeln konnte.

Temperaturen aus Weinerntedaten lesen

Beschäftigt man sich etwas mit Klimatologie und Klimamodellierung, so ist man immer auf der Suche nach Daten die einem einerseits Aufschluss über die vergangene Klimaentwicklung geben, und die man andererseits verwenden kann, um seine Modelle zu überprüfen. Am bekanntesten sind dabei vermutlich Eiskernbohrungen, aber auch Weinerntedaten können uns wichtige Informationen über den Zustand der Atmosphäre, oder genauer, über die Temperaturen zu vergangenen Zeiten verraten. Wie das geht, was dabei rauskommt und was einem die Ergebnisse verraten (oder auch nicht) das gibt’s hier zu lesen, basierend auf einem Paper von Meier et al. (2007).

Gravitationswellen und ihre Bedeutung

Zwei massive Objekte umkreisen einander - eine Voraussetzung für mit heutiger Technik detektierbare Gravitationswellen Dana Berry [Public domain], via Wikimedia Commons (Quelle)

Aus aktuellem Anlass gehts gleich nochmal um die allgemeine Relativitätstheorie. Genauer gesagt um eine ihrer Vorhersagen die sich lange einem direkten Nachweis entzogen hat – Gravitationswellen. Dieser Nachweis wurde nun in spektakulärer Weise erbracht, eine weitere Facette der allgemeinen Relativitätstheorie wurde bestätigt. Aber was sind Gravitationswellen eigentlich? Und welche Bedeutung hat ihre Entdeckung? Darum wirds in diesem Artikel gehen. Gleich vorweg möchte ich auch die Lektüre von Florian Freistetters Artikeln zum Thema Gravitationswellen hier und hier ans Herz legen. Sehr lesenswert!

Die Raumzeit mit Magnetismus krümmen

Eine rötlich/gelbliche Galaxie im Vordergrund lenkt durch ihre Masse Licht von einer hinter ihr liegenden, bläulichen, Galaxie ab was in der beobachteten Hufnagelform resultiert. Ein durch das Hubble Teleskop beobachtetes Beispiel für den durch die allgemeine Relativitätstheorie vorhergesagten Gravitationslinseneffekt. A Horseshoe Einstein Ring from Hubble by Lensshoe_hubble.jpg: ESA/Hubble & NASAderivative work: Bulwersator (talk) - Lensshoe_hubble.jpg. Licensed under Public Domain via Commons.
Eine rötlich/gelbliche Galaxie im Vordergrund lenkt durch ihre Masse Licht von einer hinter ihr liegenden, bläulichen, Galaxie ab was in der beobachteten Hufeisenform resultiert. | Bild: ESA/Hubble & NASA

Die Raumzeit mit Magnetismus krümmen? Wie soll das denn gehen? Eine Frage die sich vielleicht einige stellen. Meistens ist zwar geläufig, dass Massen laut allgemeiner Relativitätstheorie die Raumzeit verzerren, aber, dass dies auch mit elektrischen oder magnetischen Feldern möglich ist, ist nicht so bekannt. Grund für diesen kurzen Artikel ist ein gerade erschienenes Paper, das sich genau mit diesem Thema beschäftigt. Ja, die künstliche Krümmung der Raumzeit finde ich durchaus spannend. Anschaulich kann man sich das ausgehend von Einsteins wohl bekanntester Gleichung vorstellen.

Materiewellen in Wien

Ein Talbot Teppich - ein Nahfeld Interferenzmuster das in Materiewelleninterferometern genutzt wird um die Wellennatur von Teilchen nachzuweisen.
Ein Talbot Teppich - ein Nahfeld Interferenzmuster das in Materiewelleninterferometern genutzt wird um die Wellennatur von Teilchen nachzuweisen. | Bild: Johannes Horak

Wer immer schon genauer wissen wollte, was in Wien in den Quantenmechanik Labors beim Beobachten von Materiewellen so passiert hat hier nun eine gute Gelegenheit. Ein etwa 15 Minuten langer Beitrag, der anschaulich die Physik erklärt, und einen Blick auf die Labors von Prof. Dr. Markus Arndt gewährt, ging heute online. Kurz gesagt: Die Forschungsgruppe beschäftigt sich damit die Wellennatur von immer größeren Molekülen nachzuweisen, also, dass ein Molekülen Eigenschaften haben kann die man eigentlich nur von Wellen kennt. Auf diesem Blog haben wir uns im Rahmen von Schrödingers Katze bereits etwas über die wundersame Quantenwelt Gedanken gemacht. In dem Video gibt es die Geräte dazu zu sehen und weitere Infos vom Gruppenleiter und Gruppenmitgliedern persönlich. Sehr sehenswert. Den gesamten Beitrag gibts auf hyperraum.tv zu sehen. Ein zusätzliches, ausführlicheres, Interview mit Prof. Arndt gibts ebenfalls, dieses findet sich auf youtube. Ebenfalls sehenswert: Die Homepage der Forschungsgruppe quantumnano.at